EEG-Novelle 2014

EEG-Novelle 2014: Kein Kehraus, aber auch kein positives Signal

Kein Kehraus, aber auch kein positives Signal

Viel Wirbel löste dieses Jahr die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetztes (EEG) aus. Auch wenn es nicht zum großen Kehraus kam: das von Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, erarbeitete Konzept wird für alle Zeiten mit dem Begriff „Sonnensteuer“ behaftet sein. Für die Energie-Offensive EnORM  ist die Novelle deshalb nicht das erhoffte positive Signal zur schnelleren Umsetzung der Energiewende. Die wichtigsten Botschaften:

  • Für Bestandsanlagen und kleinere Anlagen für Eigenverbrauch ändert sich nichts
  • Photovoltaik ist und bleibt wirtschaftlich
  • Erzeugung und Zwischenspeicherung von Strom aus Erneuerbaren Energien ist eine sinnvolle Lösung, zur Erhöhung der Eigenverbrauchsrate in Wohngebäuden

 Kleinanlagen ausgenommen

Privathaushalte mit kleinen Anlagen kamen ohne zusätzliche Erhebung davon - erst ab 10 kWp wurde der Eigenverbrauch mit einer Sonderabgabe von 40% der EEG Umlage belegt, Bei größeren Anlagen werden Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien dank der „Sonnensteuer“ teurer und zunehmend zum komplizierten Rechenspiel. Das EEG 2.0 ist inzwischen ein mehrere Hundert Seiten dickes Papier, das selbst Experten nur schwer überschauen können. Der Umgang mit dem EEG führt zu mehr Bürokratie. Das gilt ebenfalls für die Finanzämter, trotz höherer Einnahmen. 

Unter dem Strich bleiben größeren Anlagen im Gewerbebereich weiterhin wirtschaftlich, weil der Strom der PV-Anlage so günstig ist (ca. 7-10 Cent/kWh Gestehungskosten! ). Allerdings werden Großanlagen (größer als 500kWp) geradezu dazu gedrängt, den Strom direkt an der Börse zu verkaufen. Nur dieser Börsenmarkt ist nicht für Strom aus EE konzipiert.

Zusätzliche Deckelung

Insgesamt hat die Bundesregierung vor allem die Ausbauziele im Blick. Bis 2025 sollen 40 bis 45 Prozent, bis 2035 55 bis 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.  Die Schwerpunkte der EEG-Novelle 2014 bilden neben der Reduzierung der Vergütungssätze die Einführung von Zubaukorridoren in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik und Biogas. Damit einhergehend erfolgt der Wechsel von einem Preismodell hin zu einem Mengenmodell. Die von der Regierung vorgesehenen Deckel sehen für die Windenergie vor, dass Onshore-Windenergie netto 2.500 Megawatt (MW) jährlich und Offshore ein Zubau von 6.500 MW bis 2020 und 15.000 MW bis 2030 vorgesehen ist. Für die Photovoltaik ist ebenfalls ein Zubau-Deckel um 2.500 MW (brutto) jährlich vorgesehen. In der Bioenergiebranche sollen brutto maximal 100 MW im Jahr zugebaut werden. (Quelle: u.a. IWR, BEE, BSW)

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