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Klimaschutzpreis

Auszeichnung für unsere Energie-Offensive

Tolle Auszeichnung für die Energie-Offensive EnORM e.V.: Beim Klimaschutzpreis Mainz-Bingen belegte der 2013 gegründete Verein aus Horrweiler den dritten Platz. Der Klimaschutzpreis wird im Landkreis seit 2010 alle zwei Jahre verliehen. Ausgezeichnet werden Privatpersonen, Verbände, Schulen oder Vereine, die sich mit innovativen Maßnahmen und Projekten in den Bereichen rationelle Energienutzung, regenerativen Energien, innovative Gebäudetechnik, umweltfreundliche Mobilität oder Bildungsarbeit im Sinne der Energiewende hervorgetan haben.

„Wir freuen uns sehr über den Preis und betrachten ihn als Lohn und Bestätigung für unser Engagement, aber auch als Verpflichtung nicht nachzulassen und noch mehr für die Umsetzung der Energiewende und unsere Mitglieder zu bewegen“, sagt Eckhard Fahlbusch, 1. Vorsitzender des Vereins mit gemeinnütziger Ausrichtung. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld von 1.000 Euro. Platz eins ging an die Fahrradpolitik der Stadt Ingelheim.

 

EEG-Novelle 2014

EEG-Novelle 2014: Kein Kehraus, aber auch kein positives Signal

Kein Kehraus, aber auch kein positives Signal

Viel Wirbel löste dieses Jahr die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetztes (EEG) aus. Auch wenn es nicht zum großen Kehraus kam: das von Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, erarbeitete Konzept wird für alle Zeiten mit dem Begriff „Sonnensteuer“ behaftet sein. Für die Energie-Offensive EnORM  ist die Novelle deshalb nicht das erhoffte positive Signal zur schnelleren Umsetzung der Energiewende. Die wichtigsten Botschaften:

  • Für Bestandsanlagen und kleinere Anlagen für Eigenverbrauch ändert sich nichts
  • Photovoltaik ist und bleibt wirtschaftlich
  • Erzeugung und Zwischenspeicherung von Strom aus Erneuerbaren Energien ist eine sinnvolle Lösung, zur Erhöhung der Eigenverbrauchsrate in Wohngebäuden

 Kleinanlagen ausgenommen

Privathaushalte mit kleinen Anlagen kamen ohne zusätzliche Erhebung davon - erst ab 10 kWp wurde der Eigenverbrauch mit einer Sonderabgabe von 40% der EEG Umlage belegt, Bei größeren Anlagen werden Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien dank der „Sonnensteuer“ teurer und zunehmend zum komplizierten Rechenspiel. Das EEG 2.0 ist inzwischen ein mehrere Hundert Seiten dickes Papier, das selbst Experten nur schwer überschauen können. Der Umgang mit dem EEG führt zu mehr Bürokratie. Das gilt ebenfalls für die Finanzämter, trotz höherer Einnahmen. 

Unter dem Strich bleiben größeren Anlagen im Gewerbebereich weiterhin wirtschaftlich, weil der Strom der PV-Anlage so günstig ist (ca. 7-10 Cent/kWh Gestehungskosten! ). Allerdings werden Großanlagen (größer als 500kWp) geradezu dazu gedrängt, den Strom direkt an der Börse zu verkaufen. Nur dieser Börsenmarkt ist nicht für Strom aus EE konzipiert.

Zusätzliche Deckelung

Insgesamt hat die Bundesregierung vor allem die Ausbauziele im Blick. Bis 2025 sollen 40 bis 45 Prozent, bis 2035 55 bis 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.  Die Schwerpunkte der EEG-Novelle 2014 bilden neben der Reduzierung der Vergütungssätze die Einführung von Zubaukorridoren in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik und Biogas. Damit einhergehend erfolgt der Wechsel von einem Preismodell hin zu einem Mengenmodell. Die von der Regierung vorgesehenen Deckel sehen für die Windenergie vor, dass Onshore-Windenergie netto 2.500 Megawatt (MW) jährlich und Offshore ein Zubau von 6.500 MW bis 2020 und 15.000 MW bis 2030 vorgesehen ist. Für die Photovoltaik ist ebenfalls ein Zubau-Deckel um 2.500 MW (brutto) jährlich vorgesehen. In der Bioenergiebranche sollen brutto maximal 100 MW im Jahr zugebaut werden. (Quelle: u.a. IWR, BEE, BSW)

Die wichtigsten Änderungen aus dem Bereich Solar finden Sie hier bei uns oder z.B. bei IBC Solar

Rückenwind für EnORM

12-Punkte-Programm von EnORM wird im Kern erneut bestätigt

Die vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) vorgelegte Studie des Öko-Instituts zur nachhaltigen Finanzierung der Energiewende bestätigt im Kern erneut  das im Januar  vorgelegte 12-Punkte-Programm von EnORM e.V. mit einem 1-Billion-€-Projekt zur Finanzierung der Energiewende.

In der Studie des Öko-Instituts wird ausgeführt, dass ein erneuerbares Energiesystem nicht mehr kostet als ein konventionelles. So heißt es in der Studie wörtlich:„Für einen weiteren ambitionierten Ausbau der regenerativen Stromerzeugung (335 TWh in 2030 und ca. 560 TWh in 2050) werden noch Anlagen errichtet werden müssen, die Zahlungen von 865 Mrd. € erfordern und für die bis zum Jahr 2050 – je nach Strompreisentwicklung – eine Refinanzierungslücke von 220 bis 640 Mrd. € geschlossen werden muss.“ (S. 3).

Die Summe von 865 Mrd. € bezieht sich ausschließlich auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2050. Die Kosten für die vorübergehende Nutzung von Backup-Kraftwerken sowie die Kosten für Speichertechnologien, nachhaltige Mobilität und Energieeffizienz u.a. im Baubereich sind darin nicht enthalten.

Das von EnORM e.V. empfohlene 12-Punkte-Programm mit dem 1-Billion-€-Projekt (2015-2035) für die ganzheitliche und vernetzte Umsetzung auf allen vier Säulen ist damit thematisch umfassender, aber in der Größenordnung vergleichbar. Beim Ökoinstitut liegt der entsprechende jahresdurchschnittliche Finanzierungsbedarf in der Größenordnung von etwa 7 bis 14 Mrd. €. Im 12-Punkte-Programm von EnORM e.V. werden für die Erneuerbaren Energien durchschnittlich 10 Mrd. € pro Jahr empfohlen.

Nach der Fraunhofer IWES-Studie vom 21.01.2014 wird das 12-Punkte-Programm von EnORM (Januar 2014) mit der Studie des Öko-Instituts (März 2014) somit erneut im Kern erneut bestätigt. Alle drei Vorschläge empfehlen

  • die Finanzierung losgelöst vom EEG
  • gerecht finanziert über öffentliche Haushaltsmittel und
  • eine Kreditaufnahme zu derzeit sehr günstigen Konditionen und
  • eine Gegenfinanzierung durch die sukzessive Senkung der Importkosten der Fossilen Energieträger und
  • die sukzessive Reduzierung der Subventionierung fossiler Energieträger.

Auch der Bericht des Weltklimarates (IPCC) vom 13.04.2014 stößt mit seinen „Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträger“ in diese Richtung.

Die anstehende Novellierung des EEG als Einzelmaßnahme reicht bei weitem nicht aus. Es ist zu hoffen, dass auch die politischen Entscheidungsträger grundsätzlich den Empfehlungen der oben genannten Organisationen folgen. Diese Empfehlungen sollten durch eine neue deutsche Rahmengesetzgebung zur Energiewende als Artikelgesetz mit verbindlichem Projektmanagement ab 2015 allgemeinwohlverträglich und vorbildlich umgesetzt werden.

EnORM in der Schule

Für mehr Energiewende im Bildungssystem

EnORM bringt die Energiewende in die Schulen. Die Energie-Offensive aus Rhein-Main hat sich beim Tag der Offenen Tür der Beruflichen Schulen Groß-Gerau präsentiert und Schüler, Lehrer und Gäste über den Verein und die Energiewende mit ganzheitlicher Ausrichtung informiert. Elektrofahrzeuge wie ein Tesla S sorgten für eine anschauliche Unterstützung und kamen ebenfalls gut an. Der Tag der offenen Tür in Groß-Gerau richtet sich traditionell an Eltern und künftige Schüler in den Vollzeitschulformen und gibt direkte Einblicke in die berufsbezogenen Bildungsgänge.

Das Beispiel könnte aus Sicht von EnORM Schule machen. EnORM setzt sich generell dafür ein, dass die Energiewende auch ins Bildungssystem und in die Lehrpläne von Schulen aufgenommen wird. Gerade die jüngere Generation könne so für Themen der Energiewende sensibilisiert werden. Beispielsweise sollte auch in Fahrschulen Elektromobilität zum Lernen und Ausprobieren integriert werden.

Pressemeldung der BSGG