Erneuerbare Energien in Zukunft alternativlos

Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse: die Erneuerbaren Energien sind erfolgreicher denn je, sie haben Zukunft und sie sind die Zukunft. Aus unserer Sicht ist der zunehmende Einsatz der regenerativen Energieerzeugung und -gewinnung alternativlos. Ein Grund: die Gewinnung und Nutzung der fossilen Energieträger und des Urans wird mit zunehmendem Erschöpfungsgrad immer teurer. Zugleich wird die  Gewinnung und Nutzung der Erneuerbaren Energieträger (durch die steigende Effizienz wie etwa die Erhöhung der Wirkungsgrade) und die Serienfertigung sowie Massenanwendung in Verbindung mit effizienten Energiespeichern und Blockheizkraftwerken immer günstiger.

Beachten wir beispielsweise die Ölpreisentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten. Vor der ersten Ölkrise in den siebziger Jahren betrug der Ölpreis 5 USD/Barrel. Heute sind es durchschnittlich 100 USD mit steigender Tendenz.

Es ist unstrittig: die Mehrheit der Verbraucher befürwortet die Energiewende zunehmend auf der Grundlage von Erneuerbaren Energieträgern. Informationen, Nachrichten und Daten von unterschiedlichen Interessenvertretern und deren Widersprüche verunsichern jedoch den Verbraucher (und auch die Politik). Der Verbraucher muss also verlässlich aufgeklärt werden über die Vor- und Nachteile der einzelnen Energieträger, um die Notwendigkeit der ganzheitlichen Energiewende zu verstehen, zu unterstützen und zu fördern. Dazu will EnORM einen Beitrag leisten.

 

Warum sind die Erneuerbaren Energien in Wahrheit nicht der Strompreistreiber?

Wer hätte es vor wenigen Jahren für möglich gehalten, dass wir bereits heute zu viel Solar- und Windstrom produzieren - im Hinblick auf das darauf nicht ausgelegte zentrale Netz? Die Auswirkungen dieses systematischen Fehlers – z.B. die daraus resultierende Strompreisentwicklung – werden pauschal den Erneuerbaren Energien in die Schuhe geschoben. Diese durch Einzelinteressen geprägten Lobbyingaktivitäten beeinflussen aktuell auch das politische Geschehen vor der Bundestagswahl 2013. Dies ist im Hinblick auf eine nachhaltige Energiewende unverantwortlich und inakzeptabel.

Wir empfehlen: Änderung des EEG

Keine Frage, der weitere Ausbau der Sonnen- und Windenergieanlagen muss effizienter gesteuert werden, um weiterem Wildwuchs zu begegnen. Das heißt, die Förderung muss sich zukünftig stärker an der Qualität der Anlagen im Hinblick auf deren Wirkungsgrad, Aufstellungsort und Nutzungsziel ausrichten. Das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) sollte in seiner Grundausrichtung erhalten bleiben, aber den unkontrollierten Ausbau beenden. Aus diesem Grund empfehlen wir dringend eine Änderung des EEG nach der Bundestagswahl 2013 im Zuständigkeitsbereich eines neuen Bundes-Energieministeriums.   

Solar- und Windstrom wären schon jetzt günstiger als Atom- und Kohlestrom, wenn wir die aus dem Klimawandel resultierenden negativen Auswirkungen und Kosten berücksichtigen würden. Ganz zu schweigen von den tatsächlichen Kosten des Rückbaus der Atomkraftwerke und der Atommüllendlagerung und den damit verbundenen Risiken.