Auf dem Weg zur Wirtschaftlichkeit

EnORM-Ladesäule

Das Elektroauto als Flachbildschirm

Von anlog zu digital, von der Röhre zum Flachbild oder von der Sonne in die Zelle. Im Anfang dieser Systemwechsel konnten sich das neue Fotografieren, Fernsehen und Energiegewinnen nur wenige leisten. Und heute sind diese Technologien millionenfach im Einsatz – ausgelöst durch den globalen Wettbewerb sowie die damit verbundene Massenfertigung und geeignete Fördersysteme.

Eine vergleichbare Entwicklung werden wir nun auch bei der eMobilität erleben. Die von der Bundesregierung angestrebte Anzahl von 1 Mio. Elektrofahrzeugen bis 2020 wird nicht nur erreicht, sondern deutlich überschritten. Das liegt vor allem daran, dass Plug-In-Hybridfahrzeuge in die Rechnung einbezogen werden.

Die höheren Kosten eines Elektrofahrzeugs können durch intelligente Finanzierungsmodelle wie das Batterieleasing kompensiert werden. Die Batterie-Leasingkosten von 50-100 € pro Monat werden durch den Wegfall der hohen Benzin- und Dieselkosten mehr als ausgeglichen. Für 50 – 100 € können wir unseren Benzin- oder Dieseltank gerade einmal volltanken.

 

Mennekes Typ 2 Ladestecker

Darüber hinaus werden die derzeit noch sehr hohen Batteriekosten in den kommenden Jahren durch den Wettbewerb und die Serienfertigung erheblich reduziert. Hierdurch wird Elektromobilität summa summarum kundenfreundlich und wirtschaftlich.

Der Marktdurchbruch wird nicht daran scheitern, dass es noch nicht möglich ist, von Hamburg bis München rein elektrisch zu fahren. Vielmehr werden Plug-In-Hybridfahrzeuge mit Reichweiten zwischen 50 und 150 km und mehr den Markt dominieren. 70 - 80 % aller täglichen Autofahrten liegen in Deutschland unter 17 – 25 km und können damit CO2-frei gemeistert werden – vorausgesetzt der Ladestrom ist grün.

 

Sie fragen, wir antworten

Ist ein Plug-in-Hybrid wirtschaftlich?

Ein Beispiel: Ein Volvo V60 Plug-in-Hybrid startet ab Sommer 2013 vom Vereinssitz aus zumeist CO2-frei. In diesem Fahrzeug werden Fünfzylinder-Diesel, Allradantrieb, Hybrid und Elektromobil kombiniert. Die Basis ist der 2,4 Liter große Fünfzylinder-Diesel mit 215 PS. Hinzu kommt nun noch ein 50 kW-E-Motor, der - gespeist von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 12 kWh Kapazität - die Hinterachse antreibt. Im Pure-Modus können bis zu 50 km weit und 120 km/h schnell rein elektrisch mit null Emissionen gefahren werden. Im Hybrid-Modus arbeiten Diesel und E-Motor effizient miteinander und unterstützen sich gegenseitig beim Anfahren, Beschleunigen oder Rekuperieren. So ergibt sich ein Verbrauch von 1,9 Liter pro 100 Kilometer (49 g/km CO2). Im Power-Modus liefern beide Aggregate ihre maximale Leistung (215 plus 70 PS) und beschleunigen den Volvo V60 Plug-in-Hybrid in 6,1 Sekunden auf 100 km/h. Bei glatter Fahrbahn kann der Allradantrieb auch dauerhaft zugeschaltet werden. Im Vergleich zum VOLVO V60 D5 AWD Dieselfahrzeug kostet das oben beschriebene Plug-In Hybridfahrzeug 5.000 EUR mehr. Diese Mehrkosten lassen sich durch die Dieselkraftstoffeinsparungen je nach Fahrweise und Fahrleistung in drei bis fünf Jahren amortisieren. Beim Leasing kostet der Plug-In gut 50 € mehr als der reine Diesel. Das heißt, bei 3-4 Tankfüllungen pro Monat für den Diesel ist das Plug-In-Fahrzeug wirtschaftlicher.

Warum sind Fahrschulen geeignet, die Elektromobilität im Straßenverkehr voranzubringen?

Jeder, der es elektrisch probiert, ist begeistert. Egal ob mit Fahrrad, Roller oder Auto – trotz des fehlenden Motorgeräusches oder gerade deswegen. In jedem Fall muss der Konsument in der Praxis noch stärker an die Elektromobilität herangeführt werden. Dies gilt auch und besonders für die nächste Generation der Autofahrer. In Deutschland werden in über 30.000 Fahrschulen jedes Jahr mehr als eine Million Fahrschüler für ihre Teilnahme am Straßenverkehr ausgebildet. Hier finden wir also einen idealen Multiplikator und Wegweiser, um die Elektromobilität in die Köpfe und Herzen der zukünftigen Autofahrer zu transportieren - vorausgesetzt die Autoindustrie und die Fahrschulen spielen mit. Dies setzt die Verfügbarkeit geeigneter Elektrofahrzeuge und Schulungsinhalte voraus. Firmen wie Audi, BMW, Daimler und VW sollten das Heft in die Hand nehmen und die deutschen Fahrschulen schnellstmöglich mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen versorgen. Die Fahrschulen warten nur darauf, wie wir in einem Gespräch mit dem Vorstand der Bundesvereinigung der deutschen Fahrlehrerverbände erfahren haben.

 

Schließlich sind die Fahrschüler von heute die Autofahrer und Konsumenten von morgen. Die begeisterungsfähigen Fahrschüler greifen dann später bei entsprechenden Kaufanreizen und elterlicher Unterstützung zu Plug-In- oder kleineren Voll-Elektrofahrzeugen. Nach einer Studie des VDE haben vor allem die jüngeren Altersgruppen großes Interesse an Elektrofahrzeugen. Hiernach können sich 74 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sowie 69 Prozent der 20- bis 34-Jährigen vorstellen, zukünftig ein Elektroauto zu fahren

Wieso sollen bei EnORM auch Hersteller mitmachen, die sowohl fossile als auch zunehmend erneuerbare Energieträger nutzen?

Wir sind Visionäre, aber auch Realisten. Alte und neue Technologien werden sich für einen längeren Zeitraum im Wettbewerb gegenüberstehen und müssen sich dabei auch zum Teil ergänzen. Dies setzt einen fairen Wettbewerb basierend auf Fakten und verlässlichen Daten sowie einer seriösen Informationsweitergabe und Berichterstattung voraus.

Ein Beispiel: Im Jahr 2011 wurden weltweit mehr als 60 Mio. Neufahrzeuge in Verkehr gebracht. Bis 2020 soll die Anzahl auf 100 Mio. und bis 2050 sogar auf 200 Mio. Neufahrzeuge pro Jahr anwachsen. So ist in der automobilen Zukunft insgesamt ein sich ständig optimierender Mix aus unterschiedlichen Antriebs- und Batterietechnologien zu erwarten, dessen Anwendung auch zu einer erheblichen Reduzierung von Treibhausgasen pro Fahrzeug führen wird. Das heißt, der Wettbewerb unter den Konkurrenten wird für einen längeren Zeitraum, voraussichtlich über Jahrzehnte deren Existenz nebeneinander ermöglichen und damit auch in diesem Bereich die Qualität zum Wohl aller verbessern. Mit Wettbewerb meinen wir etwa die Konkurrenz bei den Motoren (z.B. Elektromotor gegen Diesel- bzw. Ottomotor) sowie den Speichermedien (Antriebsbatterie gegen Brennstoffzelle bzw. Wasserstoffantrieb) und den Batterien (Bleibatterie gegen Lithiumbatterie). Diesen Wettbewerb werden wir auch noch lange zwischen den fossilen und Erneuerbaren Energieträgern und Energiespeichern sehen.

Wir wollen jedoch, dass die Wirtschaftlichkeit der neuen Technologien eher erreicht wird, als das fossile Zeitalter zu Ende geht. Auch weil wir Erdölerzeugnisse noch für nachhaltige Anwendungen mit Kreislaufführung (z.B. in der Pharma- und Chemieindustrie) benötigen und diesbezüglich nicht alle Bestände unwiederbringlich verbrennen dürfen.

Hersteller, die unserem ganzheitlichen Ansatz zunehmend auf der Grundlage von Erneuerbaren Energien folgen, sind herzlich eingeladen, auf unserer enormen Plattform mitzumachen.

(Bei Klick auf die Fragen öffnet sich die Antwort)